vor 1 Monat

Guter Content vs. relevanter Content

 Immer schneller wird immer mehr Content produziert und distribuiert, Inhalte können überall und jederzeit abgerufen werden und das zu großen Teilen kostenlos. Die klassischen Erlösmodelle der Medienunternehmen bleiben auf dem digitalen Marktplatz auf der Strecke; die Entwicklung und Umsetzung einer effektiven Contentstrategie wird daher mehr als notwendig. Denn: Content ist nicht gleich Content. Und guter Content allein ist oft nicht mehr genug.

Guter Content ist gut
Natürlich ist und bleibt guter Content die Basis, der Kern, die Königsdisziplin. Aber nicht nur gut, relevant soll er sein. Das eine schließt das andere nicht aus, sondern ist viel mehr als Steigerung zu sehen: So sollte der Artikel nicht nur informativ, spannend und angenehm zu lesen sein, sondern an der richtigen Stelle landen statt in der Masse unterzugehen. Einem hartgesottenen Fußball-Fan die aktuellsten Handball- Spielberichte auszuspielen, führt wahrscheinlich nur bedingt zu Begeisterung. Versorgt man ihn aber vor Spielbeginn und nach Abpfiff mit spannenden Berichten seines Lieblingsvereins, sieht das schon anders aus.

Um nun nicht nur diesem einem Fan, sondern Fans aller Vereine gerecht zu werden, bietet sich automatische Textgenerierung an. Ohne einen erhöhten Personaleinsatz kann der Output maximiert, alle relevanten Zielgruppen abgedeckt und die Zufriedenheit der Kunden erhöht werden. Beispielsweise indem jedes Match jeder noch so kleinen Kreisliga bespielt, auch diesen Fans (ergo Lesern) die verdiente Aufmerksamkeit geschenkt und somit letztendlich die eigene Reichweite erhöht wird.

Solch hochvolumige, standardisierte Anwendungsfälle sind damit das Paradebeispiel für automatische Textgenerierung. Allerdings müssen diese mit künstlicher Intelligenz erstellten Texte an einer Stelle passen: Kreativität, Empathie und Humor sind und bleiben nicht-automatisierbare Fähigkeiten — das Schreiben von spannenden Reportagen oder spitzen Kommentaren bleiben den menschlichen Kollegen vorbehalten. Die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ist es also letztendlich, die es ermöglicht, guten und qualitativ hochwertigen Content in großer Menge zu erstellen. Wie aber gelangt dieser an die richtigen Leser?

Relevanter Content ist besser
Relevant wird der Content erst durch die richtige Distribution, bestenfalls indem er auf Interessen zugeschnitten und entlang der Nachfrage ausgespielt wird. Denn bspw. auf aktuelles Geschehen möchte sofort reagiert werden: So kann die eben entstandene Nachfrage durch eine mit wenigen Mausklicks generierte Themenseite direkt abgefangen werden - und das ohne erst neuen Content erstellen zu müssen. Bereits existierender Content kann somit intelligent reaktiviert und mehrfach in verschiedenen Themen-Hubs verwertet werden.

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