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Was sind die Content-Trends 2019 - Think Publishing Interview mit Tobias Lobe

Think Publishing geht in diesem Jahr in die zweite Runde. Das Format, 2018 von Contiago ins Leben gerufen, richtet in diesem Jahr die Nachrichtenagentur spot on news aus. Das Unternehmen beliefert zahlreiche renommierte Publisher wie Focus, Stern, Bunte, N-TV, RTL uvm. mit Lifestyle- und Entertainment-Content. Die Agentur bietet neben News-Content auch zusätzliche Erlösmodelle an. Vorstand Tobias Lobe spricht im Interview über neue Geschäftsmodelle für Publisher und darüber, was die Gäste der Roadshow erwarten dürfen.

Herr Lobe, Sie beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Thema Content-Monetarisierung. Was ist aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung für Publisher im Jahr 2019?
Den Überblick zu behalten. Die meisten Publisher werden regelrecht bombardiert mit Angeboten für Tools, Widgets, Analysen, Dashboards und andere angeblich lukrative Geschäftsmodelle. Es gibt sehr viele Konzepte, die auf den ersten Blick begeistern, dann aber leider nicht performen. Gerade digitale Publisher haben jedoch nur begrenzte Ressourcen.
Daher ist es für sie immer wichtiger, nur auf Geschäftsmodelle zu setzen, die auch halten, was sie versprechen.

Welcher Publisher behauptet sich im deutschsprachigen Raum aus Ihrer Sicht am erfolgreichsten?
Ohne konkrete Namen zu nennen, zeichnen sich unsere erfolgreichen Kunden dadurch aus, dass sie Reichweite aufbauen und diese hochpreisig vermarkten. Dazu ist es notwendig, möglichst viele, aktuelle und hochwertige Artikel anzubieten – und das zu vertretbaren Kosten. Wichtig ist zudem ein attraktives Artikel-Umfeld, dass die Verweildauer erhöht. Und last but not least sollten Publisher sich nicht auf einen exklusiven Vermarkter verlassen, sondern einen guten Mix aus Display, PreRoll-Vermarktung, Affiliate, Native Ads und anderen Werbeformen fahren.

Und wie sieht es mit Paywalls aus?
Ich fürchte, es bleibt Wunschdenken, dass die Bezahlschranken den Journalismus im digitalen Zeitalter retten. Auch Zeitungen haben sich ja nie vollständig über Vertriebserlöse finanziert. Aber als Teil der Vermarktungs-Strategie haben Paywalls selbstverständlich ihren Platz.

Wie denken Sie über Lizensierung von Content?
Publisher, die darauf verzichten, verschenken Geld. Die immer noch verbreitete Angst, dadurch die Kontrolle über den eigenen Content zu verlieren, finde ich etwas altmodisch. Nach unseren Erfahrungen ist das Gegenteil der Fall: Je mehr Zugangsmöglichkeiten ich zu meinem Content schaffe, desto mehr Erlösmöglichkeiten habe ich doch.

Sie veranstalten in diesem Jahr die Roadshow „Think Publishing“ gemeinsam mit Contiago. Was können Publisher erwarten?
Viel Inspiration rund um das Thema Content-Monetarisierung und eine Menge praktischer
Tipps, die gleich umgesetzt werden können. Wir wollen mit dieser Veranstaltung in wenigen
Stunden viele Impulse setzen.

An der Roadshow wirken vier Unternehmen mit. Wie kam es zu der Auswahl?
Alle Gastgeber haben bereits zahlreiche Partnerschaften mit Verlagen und langjährige Expertise im Bereich der Content-Monetarisierung. Sie verfolgen vollkommen unterschiedliche Ansätze, die für eine große Zahl von Publishern interessant sind. Sowohl klassische Verlagshäuser als auch Broadcaster, Fachverlage oder Telekommunikations-
Provider werden von diesen Informationen profitieren. Wichtig bei der Auswahl der Gastgeber war uns auch, dass sich deren Geschäftsmodelle bereits bewährt haben.

Wie ist das Konzept?
Wir setzen bewusst auf mehrere, etwas kleinere Veranstaltungen in interessanten Locations. Dort ist der Austausch einfach intensiver und persönlicher. Neben vier spannenden Kurzvorträgen wird es ausreichend Zeit für Diskussionen und Erfahrungsaustausch geben. Und selbstverständlich gibt es auch ausreichend Raum für das Networking, zum Ausklang bei Drinks und Snacks.

Business-Optimierung für Publisher

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